„Der Spagat zwischen Beruf und Familie aus Sicht einer Unternehmerin.“
Diese Damenkneipe weckte wegen des angekündigten Themas und der hochkarätigen Rednerin, unserer Bundesschwester Barbara Schabmüller, hohe Erwartungen. Daher waren viele Teilnehmer am Samstagabend, den März 2026, in den Peterskeller gekommen. So durfte das Präsid mit unserem Senior BB Puffo an der Spitze an diesem Abend eine Corona mit 31 Bundesbrüdern und Gästen begrüßen. Nach der traditionellen Aufforderung auf ein „Schmollis der Corona“ erschallte unter der Begleitung unseres Kistendreschers Ikarus der Kantus „Willkommen hier“ besonders kräftig im Gewölbe des Peterkellers.
Nachdem der Senior an einige geschichtlichen Ereignisse zum Datum des Tages, wie zum Beispiel an den Beginn der Revolution in Deutschland am 13.3.1848 und der Abdankung von Fürst Metternich in Wien am selben Tag, sowie einem Phänomen, welches 1873 auftrat, als es in Kansas City aufgrund eines Wirbelsturms Frösche regnete, erinnerte, leitete er zügig zu dem Vortrag unserer Bundesschwestern mit dem Titel: „Der Spagat zwischen Beruf und Familie aus Sicht einer Unternehmerin“, über.

Statistisch gesehen liegt heute der Frauenanteil in Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft in der Altersgruppe, 25-35 Jahre bei circa 35 % und in der Altersgruppe 45-55 Jahren bei circa 25 %. Barbara war Ihrer Zeit diesbezüglich voraus. Nach dem Abitur am Gnadental Gymnasium in Ingolstadt ging’s 1979 nach München zum Studium der Betriebswirtschaft, welches sie in Rekordtempo in 7 Semestern abschloss. Unseren Bundesbruder PhilSen AH Remus kannte sie zu diesem Zeitpunkt bereits und 1981 erfolgte die kirchliche Heirat im Münster in Ingolstadt. Ihre berufliche Karriere begann Barbara als Angestellte der Schabmüller Maschinenbau GmbH in der Buchhaltung. Im Jahr 1997 machte sie sich mit der Firma „BS Büroservice Lohn- und Finanzbuchhaltung“ selbstständig. Später entschloss sie sich noch die Steuerberaterprüfung zu machen. Mit viel Disziplin und nach einem mehrmonatigen, soldatischen Vorbereitungslager auf die Prüfung, schloss sie die diese 2004 erfolgreich ab. Dabei war es ohnehin keine einfache Zeit, da die Familie schon auf drei Kinder angewachsen war. Die Erfüllung der unterschiedlichen Anforderungen aus Familie und Beruf sowie ehrenamtlichen Tätigkeiten war nur mit Disziplin, einem gut strukturiertem Tag mit festen Ritualen, wie z.B. dem allabendlichen gemeinsamen Abendessen mit der Familie, der Konzentration auf das Wesentliche sowie das Dringliche vom Unwichtigen zu unterscheiden zu lernen und zu managen, möglich. All dies unter einen Hut zu bekommen erforderte auch die Unterstützung von Familie, Großeltern und einer tollen Haushaltshilfe, die bis heute als über 80-jährige der Familie Schabmüller verbunden ist. Das Büro im Haus zu haben half dabei für die Kinder immer erreichbar zu sein und dem Spagat aus unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden zu können.
Ein toller Vortrag, der viele Anregungen für die anwesenden jungen Familien bot sowie die Erkenntnis, dass Familie und Beruf von Frauen nur gemeinsam mit dem Ehepartner und der ganzen Familie möglich ist. Der Vortrag hallte im Anschluss im regen Austausch mit der Corona lange nach. Vielen Dank Bundesschwester Barbara für diesen tollen Beitrag. In der anschließenden Damenrede nahm Con-Senior Canaletto Bezug auf das Datum, nämlich Freitag den 13. Ein mythischer Tag, der verbunden ist mit Pech und Unglück. Aber wie Canaletto ausführte, reicht die Anwesenheit einer attraktiven Frau, wie die Damen in der Corona, die es schafft, durch ihr Lächeln die bösen Geister dieses Mythos zu bannen und ins Gegenteil zu kehren. Eine schöne Damenrede, die auch den Reifeprozess unseres Con-Seniors auf dem weiten Feld der Damenreden widerspiegelte. Kurz danach schlug der Senior nach dem Singen des Kantus „Sanktus Gambrinus“ diese gehaltvolle und kurzweilige Damenkneipe ab.


Gez. Wilhelm Lohmar v/o Agrippa
